Die hier genannten Punkte sind nicht sortiert nach "Gut" und "Schlecht", sondern sollten einfach so neutral wie möglich gelesen werden und jeder sollte in sich fühlen, wie sein Bauchgefühl sich verhält.
- wurde von einem Recruiter angeschrieben
- Zuerst ein Telefoninterview:
- mit dem Head of Software Development und einem Backend-Entwickler
- Anschließend ein On-site-Day:
- der Zeitrahmen wurde um 1,5 Stunden überzogen
- die Empfangsdame hat in den Terminkalender geschaut und konnte zunächst keinen eingetragenen Termin finden (hat sich dann innerhalb von 2 Minuten geklärt)
- habe 5 Minuten im Empfangsraum auf den HR und Sales Mitarbeiter gewartet
- der Verlaufsplan wurde nicht eingehalten, geplant war:
- 1. Gespräch HR und Sales Mitarbeiter (Cultural-Fit Gespräch, 45 min.)
- 2. Gespräche mit Management-Mitarbeiter, Head of Software Development, und Leiter der Businessabteilung (Fachliches Gespräch, 30 min.)
- 3. Gespräche mit einem anderen Entwickler und eine kleine Aufgabe (Meet the Team und “on the job”, 1:45 h)
- 4. Mittagessen
- der Verlaufsplan wurde nicht eingehalten, stattdessen wurde daraus:
- 1. Cultural-Fit Gespräch (Dauer: 1:00 h).
- 2. Fachliches Gespräch (Dauer: 1:00 h).
- 3. Mittagessen mit persönlicher Vorstellung des restlichen Teams und ein unerwarteter "Blitz-Test" durch einen etwas erfahreneren Fullstack-Entwickler (Dauer: 1:15 h)
- 4. Kicker spielen (Dauer: 20 min)
- 5. Einführung in ein internes Software-Projekt (Dauer: 30 min)
- behandelte Technologien: Intellij, Docker, Kubernetes, Java, SpringBoot, Maven, TDD, JUnit
- hier gibt es sicher viel zu lernen für mich, wäre von daher sehr interessant gewesen
- habe keine explizit formulierte Aufgabe genannt bekommen, daher habe ich mich im Projekt durchgeklickt und Fragen gestellt
- es schien, als ob der Backend-Entwickler einfach nur seine Aufgaben abgeben möchte, da er in den Elternurlaub geht
- Details zum o.g. "Blitz-Test":
- wahrscheinlich zielte dieser darauf ab, Inkompetenzen meinerseits zu enthüllen
- es fühlte sich ein bisschen so an, also ob ich jetzt vor dem Lehrer vor versammelter Klasse eine Rechtfertigung abgeben müsse
- der Unterton wechselte schlagartig von "wir-sind-ein-tolles-Team-und-stellen-uns-hier-privat-und-lustig-vor" zu "ich-zeige-dir-mal-jetzt-das-du-keine-Ahnung-hast-in-dem-ich-jetzt-das-Thema-wechsle"
- habe dann ganz ruhig mein letztes Projekt erklärt und Parallelen zur Stellenbeschreibung aufgezeigt
- Allgemeines zu den Gesprächen: In allen Gesprächen wurde die "Transparenz", die "Augenhöhe mit dem Management", "Offenheit" und "flache Hierarchien" überdurchschnittlich stark betont:
- alle Gespräche enthielten genau dieselben Fragen (suche Youtube "Bewerbungsgespräch Martin Wehrle" etc.)
- habe fragenmäßig nur marginale Unterschiede zwischen "Fachlich" und "Cultural-Fit" Gesprächen erkennen können
- der "Director of IT" hat dauernd probiert durch die Columbo-Taktik irgendwelche Probleme aufzudecken und mir ein schlechtes Gewissen einzureden:
- an einer Stelle fragte der "Director of IT", ob ich in drei Jahren die Stelle vom jetztigen "Head of Software Development" klauen möchte
- an anderer Stelle sagte der "Director of IT", er möchte mich "genauer und ohne Maske" kennenlernen, auch "hinter die Fassade blicken"
- es wurde auch stark betont, dass die Software-Entwicklung jetzt von externen Firmen wieder auf time:matters interne Mitarbeiter verlagert werden soll
- die time:matters sei zur Zeit am wachsen, neue Büroräume und Mitarbeiter werden gesucht, man wolle jetzt professioneller werden in der Software-Entwicklung
- es hieß, es gäbe viele Projekte und man würde an vielen Projekten gleichzeitig arbeiten, es kämen oft Projektwechsel während des Tages und man müsse Eigeninitiative haben, sich Aufgaben suchen
- Anreise unbezahlt
- es gibt keine Parkplätze für Besucher, die nette Dame am Empfang war so freundlich bei der anderem im Haus ansässigen Firma für mich zu fragen, ob ich einen von den freien Plätzen benutzen darf
- Mittagessen hat der Head of Software-Development ausgegeben
- vor der Absage ließ der Recruiter verlauten, es könne noch eine Programmieraufgabe geben
- leider hieß es am Ende durch den Recruiter, dass ein anderer Kandidat mir vorgezogen wurde, der besser in das Team passt:
- es schien, als ob der Ausschlussfaktor kein technisches Fachwissen, sondern fehlende "Soft Skills" waren
- der Recruiter meinte auch, ich hätte mich nicht so ausgiebig über das Unternehmen informieren müssen:
- ich habe mir die Website, angebotene Produkte, LinkedIn und ein paar Pressemitteilungen von time:matters überflogen
- habe meine Gesprächspartner auf LinkedIn gesucht, um vernünftige Fragen stellen zu können